Ratgeber · Google Search Console
Google Search Console einrichten: Schritt für Schritt zu echten Suchdaten.
Die Google Search Console zeigt Ihnen, wie Google Ihre Website sieht: bei welchen Suchanfragen sie erscheint, wie oft sie angeklickt wird und welche Seiten im Index fehlen. Dieser Ratgeber führt Sie durch die Einrichtung und zeigt, welche ersten Auswertungen sich lohnen.
- Kostenlos von Google
- Bestätigung erklärt
- Erste Auswertungen
- Stand: Oktober 2026
Was die Search Console ist – und was sie zeigt.
Die Google Search Console ist ein kostenloser Dienst von Google für Website-Betreiber. Sie brauchen dafür nur ein Google-Konto und Zugriff auf Ihre Website oder auf die Einstellungen Ihrer Domain. Anders als ein Analyse-Tool zeigt sie nicht, was Besucher auf Ihrer Website tun, sondern was davor passiert: in der Google-Suche.
- Bei welchen Suchanfragen Ihre Seiten erscheinen und wie oft sie angeklickt werden
- Welche Seiten Google indexiert hat – und warum andere fehlen
- Wie Google eine einzelne Adresse zuletzt gecrawlt und erfasst hat
- Hinweise per E-Mail, wenn Google auf Ihrer Website Probleme findet
Täglich einloggen müssen Sie sich nicht. Google empfiehlt, etwa einmal im Monat und nach größeren Änderungen an der Website hineinzuschauen – bei Problemen meldet sich die Search Console ohnehin per E-Mail.
Schritt 1: Domain-Property oder URL-Präfix?
Beim ersten Aufruf fragt die Search Console, welchen Property-Typ Sie anlegen möchten. Davon hängt ab, welche Daten Sie später sehen.
Domain-Property (zum Beispiel ihre-firma.de): Sie erfasst die gesamte Domain – alle Subdomains wie www oder shop und sowohl http als auch https. Der Vorteil: Sie sehen alles an einem Ort, auch Varianten, an die Sie nicht gedacht haben. Der Nachteil: Die Bestätigung funktioniert nur über einen DNS-Eintrag bei Ihrem Domain-Anbieter.
URL-Präfix-Property (zum Beispiel https://www.ihre-firma.de/): Sie erfasst nur Adressen, die genau so beginnen – also nur dieses Protokoll und diese Subdomain. Der Vorteil: Es gibt mehr Bestätigungsmethoden, und Sie können gezielt einen Bereich auswerten, etwa ein Unterverzeichnis. Der Nachteil: http oder eine andere Subdomain fallen heraus und bräuchten jeweils eine eigene Property.
Unsere Empfehlung: Wenn Sie an die DNS-Einstellungen Ihrer Domain herankommen, legen Sie eine Domain-Property an. Die Unterschiede im Detail beschreibt Google in der Hilfe zu Property-Typen.
Schritt 2: Die Inhaberschaft bestätigen.
Bevor Google Ihnen Daten zeigt, müssen Sie nachweisen, dass die Website zu Ihnen gehört. Welche Methode passt, hängt vom Property-Typ und von Ihrem Zugang ab:
- DNS-Eintrag (TXT): Sie tragen einen von Google vorgegebenen Wert als TXT-Eintrag bei Ihrem Domain-Anbieter ein. Das ist die einzige Methode für eine Domain-Property und funktioniert auch bei URL-Präfix.
- HTML-Datei: Sie laden eine kleine Datei von Google in das Hauptverzeichnis Ihrer Website hoch.
- HTML-Tag: Sie fügen ein Meta-Tag in den Kopfbereich der Startseite ein.
- Google Analytics: Das klappt, wenn der Analytics-Code im Kopfbereich steht und Sie mit demselben Google-Konto Bearbeitungsrechte in Analytics haben.
- Google Tag Manager: Das klappt, wenn das Container-Snippet korrekt eingebunden ist und Sie dort Veröffentlichungs- oder Administratorrechte haben.
Beim DNS-Eintrag braucht es manchmal Geduld: Laut Google kann es Minuten, aber auch einige Tage dauern, bis der neue Eintrag sichtbar ist. Schlägt die Bestätigung fehl, versuchen Sie es nach ein bis zwei Tagen erneut.
Wichtig: Lassen Sie den Nachweis dauerhaft bestehen. Google prüft regelmäßig, ob DNS-Eintrag, Datei oder Tag noch vorhanden sind – fehlt der Nachweis, verlieren Sie nach einer Übergangsfrist den Zugriff. Das betrifft vor allem einen Relaunch oder einen Wechsel des Domain-Anbieters. Alle Methoden erklärt Google in der Hilfe zur Bestätigung der Inhaberschaft.
Schritt 3: Die Sitemap einreichen.
Eine XML-Sitemap ist eine Liste der Seiten, die Google kennen soll. Viele Website-Systeme erzeugen sie automatisch, häufig unter /sitemap.xml. Google findet Ihre Seiten auch ohne Sitemap – mit Sitemap aber unter Umständen schneller. So reichen Sie sie ein:
- Rufen Sie die Adresse Ihrer Sitemap im Browser auf und prüfen Sie, ob sie lädt.
- Öffnen Sie in der Search Console im Menü links den Bericht „Sitemaps“.
- Tragen Sie die Adresse unter „Neue Sitemap hinzufügen“ ein und klicken Sie auf „Senden“.
- Prüfen Sie später den Status: „Erfolgreich“ bedeutet, dass Google die Datei lesen konnte.
Eine Garantie ist das nicht: Auch Seiten aus der Sitemap crawlt und indexiert Google nicht zwingend. Zusätzlich können Sie die Sitemap in Ihrer robots.txt angeben.
Die drei Berichte, die Einsteiger kennen sollten.
Leistung: Das Herzstück der Search Console. Sie sehen vier Werte: Klicks (wie oft jemand aus der Google-Suche auf Ihre Seite geklickt hat), Impressionen (wie oft Ihre Seite in den Suchergebnissen erschien), CTR (Klicks geteilt durch Impressionen) und die durchschnittliche Position. Darunter lassen sich die Daten nach Suchanfragen, Seiten, Ländern und Geräten aufschlüsseln. Standardmäßig zeigt der Bericht die letzten drei Monate, zurück reichen die Daten bis zu 16 Monate.
Seitenindexierung (Menü „Indexierung“ → „Seiten“): Hier steht, wie viele Seiten indexiert sind und warum andere es nicht sind – etwa „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“, „Seite mit Weiterleitung“ oder „Nicht gefunden (404)“. Lange Listen sind kein Grund zur Panik: Laut Google muss nicht jede URL im Index sein. Entscheidend ist, dass Ihre wichtigen Seiten dort auftauchen.
URL-Prüfung: Über das Suchfeld ganz oben prüfen Sie eine einzelne Adresse: Ist sie bei Google, welche kanonische URL hat Google gewählt, wann wurde sie zuletzt gecrawlt? Ein Live-Test zeigt den aktuellen Stand der Seite. Mit „Indexierung beantragen“ bitten Sie Google, eine neue oder überarbeitete Seite zu crawlen. Das ist nach wichtigen Änderungen praktisch, die Anfragen sind aber pro Tag begrenzt, und eine Aufnahme in den Index ist nicht garantiert. Laut Google dauert es meist etwa einen Tag, manchmal bis zu ein paar Wochen.
Noch ein Wort zur Datenverzögerung: Die Zahlen kommen nicht in Echtzeit. Laut Google sind die erhobenen Daten im Normalfall nach zwei bis drei Tagen verfügbar, die jüngsten Werte können noch vorläufig sein.
Erste Auswertungen, die sich lohnen.
Sobald einige Wochen Daten vorliegen, lohnen sich zwei Blicke in den Leistungsbericht – ganz ohne weitere Tools.
Viele Impressionen, wenig Klicks: Aktivieren Sie oben alle vier Werte, wechseln Sie zum Reiter „Suchanfragen“ und sortieren Sie nach Impressionen. Suchanfragen, bei denen Ihre Seite oft gesehen, aber selten angeklickt wird, sind Kandidaten für einen klareren Seitentitel und eine bessere Meta-Description. Prüfen Sie dabei auch, ob die Seite überhaupt zu dem passt, was hinter der Suchanfrage steckt.
Seiten auf Position 5 bis 20: Sortieren Sie im Reiter „Seiten“ oder „Suchanfragen“ nach Position und schauen Sie auf diesen Bereich. Diese Seiten hält Google bereits für relevant, sie stehen aber im unteren Teil der ersten oder auf der zweiten Ergebnisseite. Hier bringt eine Überarbeitung von Inhalt und interner Verlinkung oft mehr als eine neue Seite. Welche Werkzeuge diese Auswertung sinnvoll ergänzen, zeigt unser Ratgeber zu den besten SEO-Tools für Einsteiger.
Nutzer hinzufügen: Unter „Einstellungen“ → „Nutzer und Berechtigungen“ geben Sie weiteren Personen Zugriff – als Inhaber, mit uneingeschränkten oder mit eingeschränkten Rechten. Unser Rat: Die Property sollte immer Ihnen gehören. Agentur oder Webdesigner bekommen Zugriff als Nutzer – so behalten Sie Ihre Daten auch nach einem Wechsel des Dienstleisters.
Sie möchten aus den Daten konkrete Maßnahmen ableiten? Wie Southframe Websites für Google und KI-Suchen sichtbar macht, lesen Sie auf der Seite SEO & GEO.
Häufige Fragen.
Kostet die Google Search Console etwas?
Nein. Die Search Console ist ein kostenloser Dienst von Google. Sie brauchen nur ein Google-Konto und müssen nachweisen, dass Ihnen die Website gehört.
Wie lange dauert es, bis Daten in der Search Console erscheinen?
Laut Google sind die erhobenen Daten im Normalfall nach zwei bis drei Tagen verfügbar. Die jüngsten Werte können noch vorläufig sein und sich ändern.
Darf ich den DNS-Eintrag oder die HTML-Datei nach der Bestätigung löschen?
Nein. Google prüft regelmäßig, ob der Nachweis noch vorhanden ist. Fehlt er, verlieren Sie nach einer Übergangsfrist den Zugriff auf die Property.
Bringt „Indexierung beantragen“ meine Seite in den Suchergebnissen nach oben?
Nein. Die Funktion bittet Google nur, eine Seite erneut zu crawlen. Sie garantiert weder die Aufnahme in den Index noch eine bessere Position und ist pro Tag begrenzt. Für viele neue Seiten ist eine aktuelle Sitemap der bessere Weg.
Search Console eingerichtet – und jetzt?
Erzählen Sie mir kurz, wo Ihre Website steht – Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, welche Zahlen wichtig sind und was als Nächstes sinnvoll ist.