Ratgeber · Website-Recht
Rechtstexte für die Website: Was Sie wirklich brauchen – und was nicht.
Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner, AGB – kaum ein Thema verunsichert Website-Betreiber so sehr wie die Rechtstexte. Dabei ist der Kern überschaubar: Zwei Texte braucht praktisch jede geschäftliche Website, einer hängt von Ihren Tools ab, und einer ist oft verzichtbar. Hier bekommen Sie den Überblick – verständlich und ohne Panikmache.
* Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Schließen Sie darüber ein Abo ab, erhalte ich eine Provision – für Sie ändert sich am Preis nichts. Meine Einschätzung beeinflusst das nicht. Dieser Ratgeber ist keine Rechtsberatung.
- Verständlich statt Juristendeutsch
- Häufigste Fehler erklärt
- Ehrlich: Werbelinks enthalten
- Stand: Oktober 2026
Diese Rechtstexte braucht fast jede Website.
Impressum: In Deutschland Pflicht für praktisch jede geschäftliche Website. Hinein gehören unter anderem Name und Anschrift, Kontaktdaten und – je nach Rechtsform und Branche – weitere Angaben wie Register- oder Umsatzsteuer-ID. Es muss von jeder Seite aus mit zwei Klicks erreichbar sein.
Datenschutzerklärung: Ebenfalls Pflicht, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden – und das passiert auf jeder Website, spätestens durch Hosting-Logs oder ein Kontaktformular. Sie muss alle tatsächlich eingesetzten Dienste nennen: Hosting, Formulare, Analyse-Tools, eingebettete Karten oder Videos, Newsletter.
Cookie-Einwilligung: Nötig, sobald Sie nicht technisch notwendige Cookies oder Dienste einsetzen – etwa Google Analytics. Ohne Einwilligung dürfen solche Dienste nicht laden; ein ehrlicher Consent-Banner stellt genau das sicher.
AGB: Keine allgemeine Pflicht. Sinnvoll vor allem, wenn Sie online verkaufen oder standardisierte Leistungen anbieten – für die klassische Unternehmens-Website sind sie meist verzichtbar.
Die vier häufigsten Fehler.
- Texte von einer anderen Website kopiert – sie passen fast nie zur eigenen Technik und verletzen obendrein Urheberrechte
- Die Datenschutzerklärung nennt Dienste nicht, die tatsächlich laufen – oder nennt welche, die es längst nicht mehr gibt
- Der Consent-Banner blockiert die Dienste nicht wirklich – die Skripte laden trotz Ablehnung
- Einmal erstellt, nie wieder angefasst – obwohl neue Tools dazugekommen sind
Der rote Faden dahinter: Rechtstexte sind kein einmaliges Häkchen, sondern müssen zur Website passen – und mit ihr aktuell bleiben.
Generatoren: der pragmatische Weg.
Für die klassische Unternehmens-Website haben sich Generatoren bewährt. Der bekannteste deutschsprachige Anbieter ist eRecht24 (Affiliate-Link*): Im Frage-Antwort-Verfahren entsteht ein Text, der zu Ihrer Website passt. Kostenlos nutzbar sind der Impressum-Generator (Affiliate-Link*) und der Datenschutz-Generator (Affiliate-Link*) in der Basis-Version.
Wer viele Dienste einsetzt oder mehrere Websites betreibt, bekommt mit eRecht24 Premium (Affiliate-Link*) erweiterte Generatoren, Muster und Abmahnschutz-Leistungen. Eine ausführliche Einordnung – was kostenlos reicht und wann sich Premium lohnt – steht im eRecht24-Ratgeber. Wichtig bleibt in jedem Fall: Der Generator ist nur so gut wie Ihre Angaben. Wer Dienste verschweigt oder vergisst, bekommt einen schönen, aber falschen Text.
Rechtstexte aktuell halten.
Die Datenschutzerklärung veraltet in dem Moment, in dem sich Ihre Website ändert: ein neues Formular, ein neues Analyse-Tool, ein eingebettetes Video – alles gehört in den Text. Machen Sie es sich zur Regel, bei jeder technischen Änderung kurz zu prüfen, ob die Rechtstexte noch stimmen.
Gute Nachricht: Wenn die Website schlank gebaut ist und ohne Dutzende Drittanbieter-Skripte auskommt, bleiben auch die Rechtstexte übersichtlich – ein Grund mehr für sauberes Handwerk statt Plugin-Sammlung.
Häufige Fragen.
Brauche ich ein Impressum, auch wenn ich nichts verkaufe?
Ja. Die Impressumspflicht knüpft nicht an den Verkauf an, sondern an die geschäftsmäßige Nutzung – und die liegt bei praktisch jeder Unternehmens-Website vor, auch bei einer reinen Visitenkarten-Seite.
Darf ich die Datenschutzerklärung von einer anderen Website übernehmen?
Nein. Sie passt fast nie zu Ihrer Technik, denn sie muss genau die Dienste nennen, die bei Ihnen laufen. Außerdem sind fremde Rechtstexte urheberrechtlich geschützt. Der sichere Weg ist ein Generator mit Ihren eigenen Angaben.
Brauche ich immer einen Cookie-Banner?
Nein – nur, wenn Sie nicht technisch notwendige Cookies oder Dienste einsetzen. Eine Website ganz ohne Tracking und Drittanbieter-Einbindungen kommt ohne Banner aus. Sobald Analytics und Co. dazukommen, braucht es eine echte Einwilligung vor dem Laden.
Reicht ein Generator, oder brauche ich einen Anwalt?
Für die klassische Unternehmens-Website mit üblichen Diensten ist ein sorgfältig ausgefüllter Generator der bewährte Weg. Bei Besonderheiten – Online-Shop, Gesundheitsdaten, ungewöhnliche Geschäftsmodelle – gehört die Prüfung in anwaltliche Hände.
Sie möchten das nicht selbst lösen?
Erzählen Sie mir kurz, worum es geht – Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung und ein persönliches Erstgespräch.