Ratgeber · Website-Kosten
Was kostet eine Website? Die Kostenfaktoren, ehrlich erklärt.
Auf die Frage „Was kostet eine Website?“ gibt es so wenig eine ehrliche Pauschalantwort wie auf die Frage, was ein Haus kostet. Klar sagen lässt sich aber: welche Faktoren den Preis bestimmen, welche Kosten einmalig und welche laufend anfallen, welche Anbietermodelle es gibt und woran Sie ein faires Angebot erkennen. Genau das klärt dieser Ratgeber.
- Ehrlich statt Preisliste
- Alle Kostenfaktoren erklärt
- Checkliste für Angebote
- Stand: Oktober 2026
Warum es keinen seriösen Pauschalpreis gibt.
Eine Website für einen Handwerksbetrieb mit fünf Seiten und eine mehrsprachige Website mit Online-Shop haben außer dem Wort „Website“ wenig gemeinsam. Dazwischen liegen Unterschiede bei Seitenanzahl, Inhalten, Funktionen und Technik – und damit beim Aufwand. Wer einen Preis nennt, ohne Ihren Bedarf zu kennen, muss raten oder mit einem großzügigen Puffer kalkulieren. Den Puffer bezahlen Sie.
Umgekehrt ist ein auffallend niedriger Pauschalpreis selten ein Schnäppchen. Oft fehlt dann etwas, das später nachbestellt werden muss: Texte, rechtliche Seiten, die SEO-Grundlage oder schlicht die Rechte an der eigenen Domain. Sinnvoller als die Frage nach dem Preis ist deshalb die Frage: Was genau brauche ich – und was steht im Angebot?
Die sieben Kostenfaktoren im Überblick.
Je klarer Sie diese Punkte vorab beantworten, desto genauer und vergleichbarer werden die Angebote.
- Umfang und Seitenanzahl: Eine kompakte Website mit Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt ist schneller umgesetzt als ein Auftritt mit vielen Leistungs- und Standortseiten. Jede Seite braucht Struktur, Inhalt und Abstimmung.
- Individuelles Design oder Vorlage: Ein gekauftes Theme spart Gestaltungszeit, sieht aber oft aus wie viele andere Websites und lässt sich nur begrenzt anpassen. Ein individuelles Design macht mehr Arbeit, passt dafür zu Ihrer Marke und zu dem, was Ihre Kunden suchen.
- Texte und Fotos: Liefern Sie fertige Texte und gute Bilder selbst, oder sollen Texte geschrieben und Fotos organisiert werden? Inhalte gehören zu den größten und am häufigsten unterschätzten Posten.
- Funktionen: Ein einfaches Kontaktformular ist schnell eingerichtet. Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, ein Kundenbereich oder ein Online-Shop erhöhen den Aufwand deutlich – bei der Umsetzung und später bei der Pflege.
- Technik und CMS: Ein Content-Management-System wie WordPress erlaubt eigene Änderungen, braucht aber regelmäßige Updates. Eine schlanke, statische Website ist schnell und wartungsarm, Änderungen laufen dafür meist über den Dienstleister. Welche Lösung passt, hängt davon ab, wie oft Sie selbst etwas ändern wollen.
- SEO-Grundlage: Saubere Seitenstruktur, schnelle Ladezeiten, gute Darstellung auf dem Smartphone, Seitentitel und Beschreibungen sowie Weiterleitungen bei einem Relaunch. Fehlt diese Basis, ist das Nachrüsten später in der Regel aufwendiger als die Umsetzung von Anfang an.
- Rechtliches und Barrierefreiheit: Impressum, Datenschutzerklärung und – sobald einwilligungspflichtige Dienste eingebunden sind – ein Cookie-Banner gehören bei geschäftlichen Websites in Deutschland in der Regel dazu. Für bestimmte Angebote, etwa Online-Shops für Verbraucher, kann seit Juni 2025 zusätzlich das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz greifen.
Einmalige und laufende Kosten.
Viele Vergleiche schauen nur auf den Projektpreis. Für Ihre Planung zählt aber, was die Website über mehrere Jahre kostet.
Einmalig fallen in der Regel an: Konzept und Struktur, Design, Umsetzung, Inhalte, die Einrichtung von Formularen und Funktionen sowie der Livegang mit Tests auf verschiedenen Geräten.
Laufend kommen dazu:
- Domain: eine jährliche Gebühr – die Domain sollte auf Sie registriert sein
- Hosting: Server und Speicherplatz, meist inklusive SSL-Zertifikat
- Updates und Sicherheit: vor allem bei CMS-Websites mit vielen Plugins
- Betreuung: Backups, Monitoring, kleine Änderungen und ein fester Ansprechpartner
- Lizenzen: kostenpflichtige Themes, Plugins, Schriften oder Bildrechte, die teils regelmäßig verlängert werden müssen
Baukasten, Freelancer, Agentur oder persönlicher Webdesigner?
Neben dem Umfang entscheidet die Art des Anbieters über Kosten, Ergebnis und den Aufwand auf Ihrer Seite.
Website-Baukasten: Niedrige Einstiegskosten und schnelle erste Ergebnisse. Dafür bauen Sie selbst – Struktur, Texte, Bilder, SEO und Rechtstexte liegen bei Ihnen. Die Gebühren laufen dauerhaft, und ein späterer Umzug zu einem anderen Anbieter bedeutet oft einen Neuaufbau. Passt für den Start oder sehr einfache Auftritte, wenn Sie Zeit investieren können.
Freelancer: Oft flexibel und direkt erreichbar. Die Qualität schwankt stark, und viele Freelancer decken nur einen Teil ab, etwa Design oder Programmierung, nicht aber Texte und SEO. Klären Sie, wer nach dem Launch zuständig ist und was bei Krankheit oder Urlaub passiert.
Agentur: Ein Team mit Fachleuten für Design, Technik, Text und Marketing. Das bringt Breite, aber auch Abstimmungsrunden, wechselnde Ansprechpartner und Verwaltungsaufwand, der im Preis steckt. Sinnvoll vor allem bei großen Projekten mit vielen Beteiligten.
Persönlicher Webdesigner: Ein fester Ansprechpartner, der das Projekt von der Idee bis nach dem Launch begleitet. Kurze Wege und klare Verantwortung, dafür begrenzte Kapazität – bei sehr großen Projekten mit vielen parallelen Aufgaben stößt das Modell an Grenzen.
Versteckte Kosten und Warnsignale.
Teuer wird eine Website oft nicht beim Projekt, sondern danach. Achten Sie auf diese Punkte:
- Die Domain wird auf den Dienstleister registriert statt auf Sie. Bei einem Wechsel hängt Ihre Adresse dann von seinem Entgegenkommen ab.
- Lange Mindestlaufzeiten oder Mietmodelle, bei denen die Website nach Vertragsende nicht Ihnen gehört.
- Keine Leistungsbeschreibung: Das Angebot nennt einen Preis, aber nicht, welche Seiten, Funktionen und Korrekturschleifen enthalten sind.
- Texte, Bilder oder Rechtstexte werden stillschweigend vorausgesetzt und später extra berechnet.
- Keine Angaben dazu, was nach dem Launch passiert: Wer macht Updates, wer reagiert, wenn etwas nicht funktioniert?
Ein seriöser Anbieter beantwortet diese Fragen von sich aus – und schriftlich.
So vergleichen Sie Angebote.
Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn sie dasselbe beschreiben. Diese Fragen helfen dabei:
- Welche Seiten und Funktionen sind konkret enthalten?
- Wer liefert Texte und Bilder – und ist das im Angebot enthalten?
- Wie viele Korrekturschleifen sind vorgesehen?
- Gehört die SEO-Grundlage dazu, bei einem Relaunch inklusive Weiterleitungen?
- Auf wen laufen Domain, Hosting und Lizenzen?
- Welche laufenden Kosten fallen nach dem Launch an, und was ist darin enthalten?
So macht es Southframe: Paketpreise gibt es bei mir nicht. Nach einem kurzen Gespräch über Ihr Unternehmen, Ihre Ziele und den gewünschten Umfang erhalten Sie ein individuell kalkuliertes Festangebot mit klarer Leistungsbeschreibung. Vorab bekommen Sie einen kostenlosen Designentwurf, damit Sie sehen, wie Ihre neue Website aussehen könnte, bevor Sie sich entscheiden. Ihre Domain bleibt Ihre. Mehr dazu auf der Seite Webdesign.
Sie haben schon eine Website und wollen zuerst wissen, wo sie steht? Dann ist der kostenlose Website-Check ein guter Startpunkt.
Häufige Fragen.
Warum nennt Southframe keine Preise für Websites?
Weil ein seriöser Preis vom Umfang abhängt: Seitenanzahl, Inhalte, Funktionen, Technik und gewünschte Betreuung. Nach einem kurzen Gespräch erhalten Sie ein individuell kalkuliertes Festangebot mit klarer Leistungsbeschreibung – und vorab einen kostenlosen Designentwurf.
Ist ein Website-Baukasten günstiger als ein Webdesigner?
Beim Einstieg meist ja. Dafür übernehmen Sie Gestaltung, Texte, SEO und Rechtstexte selbst, die Gebühren laufen dauerhaft, und ein späterer Wechsel bedeutet oft einen Neuaufbau. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie viel Zeit Sie investieren können und was die Website leisten soll.
Wem gehört die Domain nach dem Projekt?
Ihnen – so sollte es jedenfalls sein. Lassen Sie sich bestätigen, dass Sie als Inhaber der Domain eingetragen sind. Ist der Dienstleister Inhaber, hängt Ihre Adresse bei einem Wechsel von seinem Entgegenkommen ab.
Wie kann ich die Kosten für meine Website senken?
Mit guter Vorbereitung: Klären Sie, welche Seiten und Funktionen wirklich nötig sind, stellen Sie vorhandene Texte und Fotos bereit und starten Sie mit einem kompakten Umfang, der später wachsen kann. Am Fundament zu sparen – Technik, Struktur, SEO-Grundlage – wird dagegen meist teurer.
Sie möchten wissen, was Ihre Website kostet?
Erzählen Sie mir kurz, was Sie vorhaben – Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, vorab einen kostenlosen Designentwurf und danach ein individuelles Angebot.