Ratgeber · Handwerk
Website für Handwerksbetriebe: Was sie wirklich braucht.
Viele Kunden suchen einen Handwerksbetrieb heute zuerst online, oft direkt auf dem Smartphone – und entscheiden schnell, ob sie anrufen oder weitersuchen. Eine gute Handwerker-Website muss deshalb nicht groß oder aufwendig sein. Sie muss die richtigen Fragen beantworten: Machen Sie, was ich brauche? Kommen Sie zu mir? Wie erreiche ich Sie? Dieser Ratgeber zeigt, welche Bausteine dafür nötig sind, wie die Website bei der Suche nach Fachkräften hilft und welche Fehler Aufträge kosten.
- Aus Kundensicht gedacht
- Pflichtbausteine als Checkliste
- Mit Karriere-Bereich
- Stand: Oktober 2026
Wofür Kunden Ihre Website wirklich nutzen.
Kaum jemand liest die Website eines Handwerksbetriebs von oben bis unten. Besucher kommen mit einer konkreten Frage – weil gerade etwas kaputt ist, ein Umbau ansteht oder Angebote verglichen werden sollen. In der Regel suchen sie vier Dinge:
- Seriosität: Gibt es den Betrieb wirklich – mit Adresse, Inhaber, echten Fotos und einem gepflegten Auftritt?
- Zuständigkeit: Bietet der Betrieb genau diese Leistung an, und arbeitet er dort, wo ich wohne?
- Schneller Kontakt: Kann ich sofort anrufen, eine Nachricht schreiben oder eine Anfrage mit Fotos schicken?
- Belege: Zeigen Referenzen und Bewertungen, dass hier ordentlich gearbeitet wird?
Alles auf Ihrer Website sollte auf eine dieser Fragen einzahlen. Was keine davon beantwortet – die lange Firmenchronik auf der Startseite, ein Slider mit Werbesprüchen, ein vergessenes Gästebuch –, darf nach hinten rücken oder ganz verschwinden.
Die Pflichtbausteine einer Handwerker-Website.
Aus diesen Kundenfragen ergeben sich die Bausteine, die jede Handwerker-Website braucht – egal, ob Sie Elektriker, Schreiner, Dachdecker oder Kfz-Betrieb sind.
- Klare Leistungen: Jede wichtige Leistung bekommt eine eigene Seite oder einen eigenen Abschnitt, formuliert in den Worten Ihrer Kunden – „Badsanierung“ statt „Sanitärlösungen“. So verstehen Besucher und Suchmaschinen, wofür Sie stehen.
- Einzugsgebiet mit Ortsnamen: Nennen Sie die Orte und Landkreise, in denen Sie arbeiten. „Im Raum Regensburg“ ist gut, eine konkrete Liste der Orte ist besser.
- Kontakt mit Klick zum Anrufen: Die Telefonnummer gehört oben auf jede Seite und muss auf dem Smartphone mit einem Tipp wählbar sein. Dazu ein kurzes Formular, gern mit Foto-Upload, und – wenn Sie es nutzen – ein WhatsApp-Button. Klären Sie beim Einsatz von WhatsApp vorher den Datenschutz.
- Echte Projektfotos: Vorher-nachher-Bilder, Ihr Team, Ihre Fahrzeuge, Ihre Werkstatt. Ein ehrliches Foto einer sauberen Baustelle überzeugt mehr als ein perfektes Stockfoto.
- Bewertungen: Viele Betriebe sammeln Bewertungen über ihr Google-Unternehmensprofil, weil Kunden sie dort direkt bei der Suche sehen. Verlinken Sie das Profil von der Website aus und pflegen Sie es regelmäßig – wie das geht, zeigt der Ratgeber Google-Unternehmensprofil einrichten und optimieren.
- Impressum und Datenschutzerklärung: Für geschäftliche Websites in Deutschland Pflicht und von jeder Seite aus erreichbar. Was hineingehört, erklärt der Ratgeber Rechtstexte für die Website.
Mobil zuerst – weil Ihre Kunden unterwegs suchen.
Wer einen Handwerker sucht, tut das oft nebenbei: in der Mittagspause, im halb renovierten Wohnzimmer, abends auf dem Sofa. Deshalb sollte jede Seite zuerst für das Smartphone gedacht sein und erst danach für den großen Bildschirm. Auch Google crawlt und indexiert Websites inzwischen grundsätzlich in ihrer mobilen Version (Mobile-First-Indexing).
Konkret heißt das: Telefonnummer und Anfrage-Button sind ohne Scrollen sichtbar, Texte lassen sich ohne Zoomen lesen, Buttons sind mit dem Daumen gut zu treffen, und Bilder sind so komprimiert, dass die Seite auch bei schwachem Netz zügig lädt. Eine schnelle, schlanke Website ist kein Luxus: Je länger eine Seite lädt, desto eher springen Besucher ab, bevor sie Ihre Nummer überhaupt gesehen haben.
Karriere-Bereich: Mitarbeiter über die Website gewinnen.
Viele Handwerksbetriebe suchen nicht nur Aufträge, sondern auch Fachkräfte und Auszubildende. Bewerber machen dabei dasselbe wie Kunden: Sie schauen sich die Website an, bevor sie sich melden. Ein eigener Karriere- oder Jobs-Bereich ist deshalb oft wertvoller als eine weitere Leistungsseite. Das gehört hinein:
- Offene Stellen und Ausbildungsplätze mit klaren Aufgaben – kurz, ehrlich, ohne Floskeln
- Was Sie bieten: Arbeitszeiten, Firmenfahrzeug, Werkzeug, Weiterbildung, Teamgröße – eben das, was bei Ihnen zutrifft
- Echte Fotos vom Team und aus dem Arbeitsalltag statt austauschbarer Models
- Ein einfacher Weg zur Bewerbung: Anruf, kurzes Formular oder Nachricht, ohne Pflicht-Anschreiben
Halten Sie den Bereich aktuell. Eine Stellenanzeige, die seit Jahren unverändert online steht, wirkt eher abschreckend als einladend.
Pflegeaufwand gering halten.
Im Handwerksalltag bleibt wenig Zeit für die Website. Planen Sie sie deshalb so, dass sie auch ohne ständige Pflege aktuell wirkt: keine Datumsangaben, die schnell alt aussehen, kein News-Bereich, der nach drei Beiträgen verwaist, und eine Technik, die nicht laufend Updates verlangt.
Was regelmäßig dazukommen sollte, sind neue Projektfotos. Am einfachsten fotografieren Sie fertige Arbeiten direkt vor Ort und sammeln die Bilder in einem Ordner – ein paar neue Referenzen im Jahr halten die Seite lebendig. Technik, Sicherheit und Backups übernimmt am besten ein fester Ansprechpartner, damit Sie sich darum nicht kümmern müssen.
Typische Fehler, die Aufträge kosten.
Veraltete Seite: Ein Copyright von vor Jahren, Fotos aus einer anderen Zeit oder längst abgelaufene „Aktionen“ lassen Besucher zweifeln, ob es den Betrieb überhaupt noch gibt.
Stockfotos: Lächelnde Handwerker in blitzsauberen Overalls sehen bei vielen Mitbewerbern gleich aus und sagen nichts über Ihre Arbeit.
Keine Telefonnummer oben: Wer die Nummer erst im Impressum findet, ruft oft gar nicht an – sondern beim nächsten Betrieb in der Trefferliste.
Langsame Ladezeit: Große, unkomprimierte Bilder und überladene Baukastensysteme machen Seiten gerade auf dem Smartphone zäh.
Ein Beispiel aus unseren Projekten ist die Website der Fahrzeuglackiererei Bauer in Alteglofsheim: Konzept, Design und Umsetzung von Grund auf, mobil optimiert und auf die Suche in der Region ausgerichtet. Wie Southframe Websites für Betriebe plant und umsetzt – mit kostenlosem Designentwurf vorab –, lesen Sie auf der Seite Webdesign.
Häufige Fragen.
Reicht ein Google-Unternehmensprofil nicht aus?
Es ist ein wichtiger Baustein, ersetzt die Website aber nicht. Im Profil sehen Kunden Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Ausführlich zeigen, welche Leistungen Sie anbieten, wo Sie arbeiten und welche Stellen offen sind, können Sie nur auf Ihrer eigenen Website. Am besten wirken beide zusammen und verweisen aufeinander.
Wie viele Unterseiten braucht eine Handwerker-Website?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Bewährt hat sich: Startseite, je eine Seite für die wichtigsten Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt, bei Bedarf ein Karriere-Bereich sowie Impressum und Datenschutz. Lieber wenige gute Seiten als viele leere.
Brauche ich eine Online-Terminbuchung?
In der Regel nicht. Viele Handwerksaufträge brauchen zuerst ein Gespräch oder eine Besichtigung, deshalb sind Telefon, Formular und Nachricht wichtiger. Sinnvoll wird eine Buchung vor allem bei festen, gut planbaren Terminen, etwa in einer Werkstatt.
Kann ich meine Website selbst pflegen?
Inhalte wie neue Projektfotos oder Stellenanzeigen können Sie bei passender Technik gut selbst einstellen. Updates, Sicherheit und Backups geben viele Betriebe lieber ab – das spart Zeit und verhindert, dass Probleme unbemerkt bleiben.
Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?
Das hängt vor allem vom Umfang ab: Zahl der Leistungsseiten, Karriere-Bereich, Sprachen, Fotos und laufende Betreuung. Seriös einschätzen lässt sich das erst nach einem kurzen Gespräch. Bei Southframe bekommen Sie vorab einen kostenlosen Designentwurf, damit Sie sehen, was Sie erwartet.
Ihre Website soll Aufträge und Bewerbungen bringen?
Erzählen Sie mir kurz von Ihrem Betrieb – Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung und ein persönliches Erstgespräch.